Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wünschen sich heute viele Frauen – und auch Männer. Nach Erfüllung des Kinderwunsches ist es aber oft schwer, ins Berufsleben zurück zu kehren und dies im Rahmen einer vollzeitnahen oder Vollzeitbeschäftigung. Nicht nur, weil häufig die „verlassene“ berufliche Position nicht mehr frei ist, sondern auch, weil nur unflexible Kinderbetreuungssysteme zur Verfügung stehen.

Oft wird die vollständige Rückkehr auch durch unflexible Arbeitszeit- und Arbeitsmodelle erschwert. Dies gilt nicht nur für den Fall der Unterbrechung der Berufstätigkeit aufgrund er eigenen Familienplanung, sondern auch bei der Versorgung von pflegebedürftigen Familienangehörigen.

Daher wird gefordert:
- die Schaffung und Verbesserung flexibler Arbeitszeit- und Arbeitsmodelle
- Den Ausbau der Kinderbetreuung, wozu gerade auch in Hessen viele Hoffnungen auf das „Gütesiegel“ gesetzt werden können.
- volle Anrechnung der Erziehungs- und Pflegezeiten bei Rente und Pension
- mehr Frauen in Führungspositionen, auch in Teilzeit
- Teilnahme an Qualifizierungsmöglichkeiten auch während der Elternzeit

Im Vorstand der DVG Hessen ist es gelungen, den Anteil von Frauen zu erhöhen. Unsere Gewerkschaftsarbeit ist attraktiv, daher werden wir es schaffen, mehr als die Hälfte der Positionen mit Frauen zu besetzen. Dies lässt hoffen, den Fokus stärker auf die Hälfte der Beschäftigten im öffentlichen Dienstes und deren privatisierten Bereichen in Hessen zu legen, der nicht nur ihren Teil zum Familieneinkommen beiträgt. Frauen organisieren zuhause ein kleines Familienunternehmen; sie putzen, waschen, kochen spielen, sind Richterinnen, Psychologinnen und vieles mehr.  Nur…dieses Potential wir nicht oft nicht erkannt und erst recht nicht an…erkannt. Aus diesem Grund ist die Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten bei Rente und Pension unumgänglich. Es darf nicht so weit kommen, dass die Stütze der Gesellschaft am Ende ihres Arbeitslebens am Rand der Gesellschaft steht.


„Zukunft braucht Bildung – Bildung braucht Zukunft“

Mit diesem Statement setzt sich die dbb-bundesfrauenvertretung für die Bildung unserer Kinder ein und wir als dvg-Frauenvertretung können das nur nach Kräften unterstützen. Bildung ist der Schlüssel zum Erfolge und eine Zukunftsinvestition, ohne die sowohl Produktivität als auch Innovationsfähigkeit leidet.

Allerdings darf Bildung kein Luxus sein! Allen Schichten und Geschlechtern muss der Zugang zu qualifizierter Bildung ermöglicht werden. Daher fordern wir auch ein klares Bekenntnis aller hessischen Parteien zu einem Spar-Tabu bei Bildung und Kinderbetreuung.
In der Phase der ersten „betreuten“ Jahre unserer Kinder werden die Grundlagen gelegt. Hierzu ist es erforderlich, dass der Beruf der Erzieherin/des Erziehers attraktiver wird. Der Beruf muss sich an die gestiegenen Anforderungen anpassen. Bessere Aus- und Fortbildungsangebote und eine systemisch angelegte Professionalisierung des Berufszweigs ist notwendig. Nur so kann ein Weg eröffnet werden, das Geschlechterverhältnis auszugleichen. Die Lehr- und Erziehungsberufe sind in den ersten Jahren fast ausschließlich weiblich besetzt. Auch hier muss die Attraktivität für „die männliche“ Hälfte hergestellt werden. Rollenverhalten entwickelt sich in den frühen Jahren der Kindheit und dafür ist ein ausgewogenes Verhältnis beider Geschlechter in den Erziehungs- und Lehrberufen erforderlich.

Es sind große Ziele, aber wer keine Ziele hat, muss sich auch nicht auf den Weg machen. Wir sind auf dem Weg und jeder kleine Schritt, jeder kleine Erfolg ist all der Mühe wert.

Nur gemeinsam und wenn wir am selben Ende des Stranges ziehen, können wir viel bewegen…wir fangen an….mitmachen lohnt sich!

dvg-Frauenvertretung

Gegen das Fehlschlagen eines Planes
Gibt es keinen besseren Trost, als auf
Der Stelle einen neuen zu machen.
Jean Paul

Ihre Ansprechpartnerin

Anike Schmulbach
Frauenbeauftragte der DVG Hessen

a.schmulbach@dvg-hessen.de

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