Enttäuschende zweite Verhandlungsrunde: Wenn Fakten nicht zählen

„Fakt ist, dass die Gewerkschaften bereit sind, an konkreten Kompromissen zu arbeiten. Fakt ist, dass der Bund in der zurückliegenden Woche eine milliardenschwere Unterstützung für die Kommunen auf den Weg gebracht hat. Fakt ist, dass mittlerweile sogar viele SPD-Oberbürgermeister bei ihrem Parteifreund Mädge, dem Chef der kommunalen Arbeitgeber, anständige Einkommenserhöhungen für ihre Beschäftigten anmahnen. Fakt ist aber leider auch, dass die VKA einfach nicht will. Sie beklagt Rituale, ignoriert die Faktenlage und zeigt ihren Beschäftigten die kalte Schulter. Zielorientiertes Verhandeln sieht anders aus.“ Mit dieser Analyse machte dbb Chef Silberbach seiner Enttäuschung Luft, nachdem das Potsdamer Verhandlungswochenende (19./20. September 2020) ohne echten Fortschritt zu Ende ging. „Wenn Fakten nicht zählen, wird es schwierig, Ergebnisse zu erzielen“, resümierte Silberbach vor der Verhandlungskommission und rief dazu auf, in den nächsten vier Wochen bis zur Abschlussrunde Aktionen und Streiks zu intensivieren.

Hier geht es zum vollständigen Flugblatt (dbb Info EKR 2020 / Nr. 11).